Astronomie

Teleskope zur Sternen- beobachtung

TeleskopartenDas Wort Teleskop wurde bis ins 20. Jahrhundert hinein als Fernrohr verstanden, was es schon zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr war. Da es inzwischen so viele verschiedene Arten und Funktionsweisen von Teleskopen gibt musste der Begriff neu definiert werden. So wird heute unter einem Teleskop ein Gerät verstanden, das elektromagnetische Wellen bündelt und sammelt.


Verschiedene Teleskoparten

Das erste Teleskop, das 1608 von Hans Lipperhey erfunden wurde, hatte natürlich noch nichts mit elektromagnetischen Wellen zu tun. Das Teleskop von ihm war ein einfaches Fernrohr, doch damit fing alles an. Die heutigen Teleskope können Lichtwellen empfangen und zu Bildern umwandeln, die weit über das sichtbare Licht hinausgehen. Deshalb gibt es Teleskope zur Beobachtung von kosmischen Strahlen, Gravitationswellenteleskope und auch Neutrino Teleskope. Sie werden in vier Teleskoparten unterteilt. Doch allen gemeinsam ist, dass der beste Platz, an dem sie aufgestellt sein sollten, hoch und trocken ist. Die Teleskoparten heißen:

- Radioteleskop
- Infrarotteleskop
- optisches Teleskop
- Röntgenteleskop

Radioteleskop

Das erste Teleskop dieser Art wurde von Grote Reber gebaut. Schon 1946 wurden in England Radiostrahlen entdeckt, die aus einer Region im Sternbild Schwan stammen. Genau dafür ist diese Teleskopart zuständig. Sie soll elektromagnetische Wellen aus dem Bereich der Radiowellen empfangen und ausstrahlen. Mit diesen Teleskopen versuchen Wissenschaftler Kontakt zu außerirdischem Leben zu bekommen, in dem sie Nachrichten senden und suchen. Es können ganze Felder von Radioteleskopen zusammengeschaltet werden, so dass ihre Leistung erhöht wird. Es gibt sogar Pläne, die den Bau eines Radioteleskops auf der Rückseite des Mondes vorsehen, da dort Funkstille herrscht. Dadurch wird der Empfang des Teleskops nicht gestört.

Infrarotteleskop

Dieses Teleskop ist noch in einem experimentellen Stadium, doch die Möglichkeiten, die es bietet sind beeindruckend. Infrarot ist eine Welleneinheit des Lichts, die vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen werden kann. Diese Wellen werden unterteilt in:

- fernes Infrarot 40 bis 300 µm
- mittleres Infrarot 4 bis 40 µm
- nahes Infrarot 700nm bis 4 µm

Das Problem mit Strahlen über 2 µm ist das, dass dort Störungen von Wärmestrahlen herrschen. Ein anderes Problem bei dieser Teleskopart ist die, dass Beobachtungen von der Erde aus damit so gut wie nicht möglich sind. Doch wenn es im Weltraum auf seiner Umlaufbahn ist, dann bringt es sensationelle Erkenntnisse. So kann es interstellaren Staub durchdringen und zeigen, was sich dahinter verbirgt. Dadurch können Forscher bei der Entstehung junger Sterne zusehen oder Kerne von Infrarotgalaxien erblicken. Auch die Zusammensetzung lässt sich an Hand der Infrarotwellen bestimmen.

Optisches Teleskop

Optische Teleskope sind die bei Hobbyastrologen am verbreitesten. Mit ihrer Hilfe kann man Gegenstände vergrößern und so besser anschauen. Es gibt zwei verschiedene Arten und diese sind das Fernrohr und das Spiegelteleskop. Aber auch in der Forschung werden sie verwendet. Dabei haben die Hauptspiegel einen Durchmesser von 10 m.

Röntgenteleskop

Dieses Teleskop misst die Röntgenstrahlung, die aus dem Weltraum kommt. Die Quellen dieser Strahlung ist zum Beispiel die Sonnenkorona oder noch junge und sehr heiße Sterne. Aber auch Explosionen von einer Supernova oder aktive Galaxiekerne können gut beobachtet werden. Doch auch hier gibt es das Problem, dass diese Teleskopart auf der Erde nicht eingesetzt werden kann, da die Atmosphäre die Strahlen nicht durch lässt.

Bild: Peter Wienerroither – Fotolia

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